Rovinj – eine Wegbeschreibung der anderen Art

Nachdem sich die Homepage der Wuck´s zu Lobpreisungen unserer ausländischen Interessen entwickelt hatte, möchte ich auch nicht nachstehen und einen kleinen Einblick geben auf meine "2. Heimat": Rovinj, die Perle der Adria.

Als Ehemann einer (ehemaligen!) Kroatin kann es für mich kaum etwas Schöneres geben, als Urlaub zu machen in einem Land, in dem bereits im März die Wäsche im Garten trocknet.

Rovinj auf Istrien - jeder Bericht über Kroatien und jeder Reiseführer stellt diesen pittoresken Ort in die Mitte seines Interesses. Rovinj schlägt durch seine mediale Präsenz selbst die kroatische Hauptstadt Zagreb, das wildromantische Gebiet der Plitvicer Seen oder das wesentlich größere Dubrovnik in Dalmatien. Lediglich zwei etwas unbekanntere Regionen können meiner Erfahrung nach konkurrieren: Baška auf Krk und Bol auf Brac.

Da nun jeder vernünftige Reiseführer Rovinj aufs Trefflichste beschreibt und in jeder zweiten ADAC-Monatsausgabe Bilder der malerischen Silhouette die Lust auf einen baldigen Urlaub wecken, so wird es Zeit, endlich eine Wegbeschreibung der anderen Art herauszugeben.

Start der Reise ist meine "natürliche Heimat", München, Neuperlach-Süd, zur Hauptsaison, also zwischen April und September.

Morgens um 9.00 Uhr wird beim Frühstück das Radio angemacht, um über sämtliche Staus auf dem Autobahnring A99 und der A8 Richtung Salzburg informiert zu sein. Aha! Wir haben noch ewig Zeit, denn es geht nichts voran auf der Autobahn. Langsam wandert der Uhrzeiger gen Mittag und ich werde doch nervös, denn meine Herzallerliebste hat erst zwei Koffer fertig gepackt und zwar die kleinsten. Ich nutze die Zeit und plündere noch den Aldi. Irgendeinen Blödsinn muss ich machen, um die Wartezeit totzuschlagen.

Um 13.00 Uhr gibt es den ersten spitzen Vorwurf, ob meine Frau denn nicht ´mal Urlaub machen möchte. Ihr Argument, dass die Staumelderin bereits einen Knoten in der Zunge hat, trifft leider ins Schwarze.

14.00 Uhr: der dritte Koffer meiner Frau scheint fertig zu sein und ich wage es, ihn zu all den anderen Sachen in den Flur zu stellen, die wir nach Rovinj bringen möchten. Wie soll das alles in den Fiesta? Mit Anhänger fahre ich seit Jahren nicht mehr.

15.00 Uhr: nach einem Wutausbruch meinerseits kommt Jasna mit dem vierten Koffer die Treppe runter. Das passt super, denn der Stau auf der A99 hat um zwei Kilometer abgenommen und die Wartezeit für die Blockabfertigung am Tauerntunnel ist reduziert. Um 15.15 ist alles im Auto verstaut, mit Ausnahme von Koffer Nr. 5, dem größten und wichtigsten. Also alles wieder raus aus dem Auto und neu optimieren, damit ich während der Fahrt wenigstens ein Guckloch nach hinten habe. Bei dieser Gelegenheit finde ich auch die Warnweste wieder, die seit Kurzem fast überall Pflicht ist. Das Warndreieck liegt gut verstaut unter 50 Kilogramm Gepäck.

15.45 Uhr: Los geht´s – 16:00 Uhr: Diesen Stau am Kreuz München Süd haben sie im Radio entweder nicht gemeldet, oder ich hab´s überhört. Da müssen wir durch. Also geht es mit ca. 80 km/h weiter voran. Am Irschenberg sinkt die Tachonadel sogar rasend auf 60 km/h; da haben wir doch ein paar Koffer zuviel oder PS zuwenig.

17.00 Uhr: Am Inntaldreieck bietet sich dem interessierten Reisenden das übliche Phänomen. 120 km/h ist auf allen drei Spuren erlaubt und doch fahren alle mit 150 links um die Laster zu überholen, die gar nicht vorhanden sind. Was soll´s, dann fahr ich eben auch nach links rüber, denn ich muss ja geradeaus Richtung Salzburg. Die Lichthupe des BMW hinter mir ignoriere ich, denn die Koffer versperren ohnehin die rückwärtige Sicht. Er ist so nah dran, dass er meinen km-Stand ablesen kann. Inständig hoffe ich darauf, dass wenigstens heute die Polizei Abstands- oder Radarmessungen durchführt, aber die Polizei arbeitet auf der anderen Autobahnseite und kontrolliert die Raser, die von Innsbruck kommen. Ist auch egal, denn ich bin den Drängler los. Er wollte ohnehin Richtung Kufstein und rast über alle drei Spuren nach rechts um seine Lichthupe einem neuen Opfer zu zeigen.

17.30 Uhr: Die ersten 100 km liegen hinter uns und eine Baustelle vor uns; die war doch bereits letztes Jahr hier und das Jahr zuvor und ...

17.45 Uhr: Mist! Mit dem Sprit komme ich doch gar nicht mehr bis nach Österreich. Hätte ich noch in München getankt, dann hätte ich möglicherweise auch noch an die Vignettenpflicht gedacht. Wie war das? Die 2-Monatsvignette ist mit über 21 € nicht billiger als zwei 10-Tage-Pickerl (derzeit je 7,60 €)?

18.00 Uhr: Oh felix Austria - du glückliches Österreich. Endlich ein Land, in dem es Geschwindigkeitsbeschränkungen gibt, die von allen eingehalten werden. Aber muss der Kerl vor mir wirklich so schleichen? Ein bisschen schneller darf´s doch sein. Wir haben ohnehin schon eine halbe Stunde verloren. Ob der österreichische Rundfunk die Wartezeit für die Tauern bekannt gibt? Was? So lange? Ist jetzt auch egal, denn an der Abfahrt zur Bahnverladung bei St. Johann sind wir gerade vorbei. Außerdem erzählt die Dame im Funk von Staus auf der A99 und A8 in Bayern - hähä, die liegen bereits hinter uns.

18.30 Uhr: Unglaublich, aber wahr: wir sind durch den ersten, langen Tauerntunnel durch. Und das mit Sommerreifen, obwohl auf der Nordseite noch etwas Schnee lag. Die folgende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h wegen Umweltschutz kann ich getrost ignorieren, da die Zivilgendarmerie bereits ein Opfer aus dem Verkehr gezogen hat. Aber - oh nein - jetzt staut es sich schon für die Mautstelle St. Michael. Eine weitere kleine Spende in Höhe von 9,50 € ist nötig.

Wir haben nun auch den Katschbergtunnel passiert. Respekt, Tunnels bauen können die Österreicher; a propos, wann soll die zweite Röhre fertig werden? Hoffentlich noch vor unserer Rente. Wo sind eigentlich all die abertausend Autos hin, mit denen wir die letzten Stunden zu kämpfen hatten? - Alle weg; die Autobahn ist frei. So bleibt es auch bis wir an Spittal vorbei sind und uns der Hälfte der Reiseroute (km-mäßig; noch lange nicht die Hälfte der Reisezeit) nähern: Villach.

Villach, Ziel meiner Träume! Hier beginnt der Urlaub. Verdeck aufklappen, es hat aufgehört zu regnen! Doch leider haben wir kein Cabriolet.

Villach, Ziel meiner Alpträume! Hier beginnt der übliche Streit: sollen wir geradeaus über den Karawankentunnel, Richtung Ljubljana, was kürzer hinsichtlich Kilometer und Zeit ist, oder rechts abbiegen und über Italien einfallen? Mit der Schwiegermutter geht es immer nach rechts, denn an der Raststätte Dreiländereck kann man fürstlich speisen. So also auch heute, denn langsam habe ich genug davon, dass meine Frau quengelt, ich hätte ja Brote machen können, was sinnvoller gewesen wäre als zu Hause noch den Aldi zu besuchen, und warum ich so lange getrödelt hätte, und außerdem könnte ich dort noch 20 Cent günstiger tanken als in Deutschland und in Italien wäre es noch ungünstiger und ...

19.30 Uhr: Ciao bella Italia. Die Alpe Adria zieht sich hin durch enge Tunnels und schroffe Berge und einer Mautstation, an der sich interessanterweise nur selten ein Stau bildet. Mal sehen, ob die Italiener bei ihren Bauarbeiten in den Tunnels wenigstens heute Licht anhaben. A propos haben: haben die in Italien eigentlich auch Geschwindigkeitsgrenzen in den Tunnels? Bald verändert sich die Welt, denn wir aus den Alpen raus und es begleiten uns grüne Hügel und türkisblaue Flüsse bis kurz vor Udine. Der brettlebene und schnurgerade Weg nach Palmanova wird von Obstplantagen umgeben. In dieser fremden Welt stellt sich mein Urlaubsgefühl ein, denn hilflos möchte ich wissen, was eigentlich die Texte auf den Verkehrsanzeigen bedeuten - italienisch müsste man können. Vielleicht sind es ja nur gute Wünsche für eine reibungslose Fahrt für diejenigen, die nach rechts Richtung Venedig abbiegen, ich schätze aber, dass es die übliche Warnung für uns nach links - Richtung Triest - Abbiegende ist. Schließlich sind wir ab hier nicht mehr alleine: Millionen von Italienern möchten ebenfalls zum kristallklaren, sauberen Adriateil nach Slowenien und Kroatien oder wollen dort nur in den heißen Diskos auf Istrien ein Wochenende verbringen. Also stauen wir uns bis zur Mautstation. Dort merke ich, dass das Guthaben auf der Viacard aufgebraucht ist. Hätte ich mir doch vorher beim ADAC eine neue gekauft! Teurer sind sie auch schon wieder geworden (8 €). Weiter geht´s immer Richtung Triest. Bloß nicht über das neue Autobahnkreuz Richtung Slowenien fahren, das ist ein schöner Umweg. Warum muss ich jetzt an die Bully-Parade denken? Ach ja, die Gegend heißt Prosecco. Nun heißt es Durchbrettern bis zum Autobahnende. Kurz zuvor noch schnell runter vom Gas auf Richtgeschwindigkeit und sich von allen anderen überholen lassen: es lohnt sich fast immer: die Carabinieres, die die Raser nach der Kurve rausholen sind der Grund für meine regelmäßige Schadenfreude.

Hier ist er, der langersehnte, erste Blick auf´s Meer. Das ist der Grund, warum sich die längere Fahrtstrecke über Italien lohnt. Aber 5 Sekunden müssen für diesen Blick reichen, sonst knallen wir auf dem steilen Gefälle auf unseren Vordermann. Hier ist die zweite 30-er Zone seit der Deutschen Autobahn. Außerdem erinnert mich der Blick auf die Silhouette von Triest etwas an Neuperlach.

Ui, was ist denn das? Jetzt bauen die Italiener doch endlich die neue Umgehung, die seit 1994 in den Straßenkarten eingezeichnet ist. Diese Straße ist auch dringend notwendig, denn das Auffinden der richtigen Abfahrt ist ein spannendes, gefährliches Spiel.

as Schild Richtung Koper/Capodistria weiste früher doch nach links, dort wo Dutzende Fahrer auf eine geeignete Lücke im dichten, bergauf fahrenden Gegenverkehr warten. Wäre die Abbiegekolonne noch länger, so würde sich sogar die Fahrt geradeaus, also mitten durch Triest, lohnen. Aber in diesem Jahr haben sie doch endlich eine ungefährliche Abzweigung nach rechts fertig, die die Bergstraße überbrückt. So, wie hier gebaut wird, ist wohl bald die direkte Fahrt vom Autobahnende zur slowenischen Grenze nach Škofje fertig.

Mit 80 km/h geht´s zweispurig talwärts, an den Grandi Motori vorbei, bis man endlich links einen Turm im Industriegebiet sieht, auf dem "illy" steht. Etwa dort sollte man rechts abfahren und höllisch stark bremsen, denn den Kreisverkehr muss man beachten (warum ist bloß jedes Mal das Auto so voll? Ich seh´ doch nix) und dann auch noch die richtige Spur finden. Bloß nicht wieder hoch auf die Schnellstraße, sondern unten - erkennbar an der üppigen Vegetation aus der Straße heraus - zum Stoppschild. Dort nach rechts ins Industriegebiet. Uff.

Bei der zweiten Ampel - also der ersten funktionierenden - biegen wir links ein, um durch den dunklen Tunnel zu kriechen. Am Ende des Tunnels gleich nach rechts und hoffen, dass wir auch wirklich Vorfahrt haben. Geradeaus ins nächste Industriegebiet, dort nach links und das zweite Mal gut durchatmen: fast geschafft. Aha! Links ist zwar die Spur frei, aber die führt zurück nach Triest, also bleiben wir rechts, wo sich ohnehin schon alle Autos Richtung Grenze stauen. Wozu brauchen die eigentlich um diese Uhrzeit noch eine Grenzkontrolle und wo habe ich Pass und grüne Versicherungskarte?

Istrien, wir sind da! Ui schau, die Slowenen haben ihren Anschlußteil jetzt fertig gebaut. Diese Umgehungsstraße hätte uns leicht die dreiviertel Stunde Stress in Triest erspart, sofern sie bereits fertig gewesen wäre. Wir tasten uns an das neue Autobahnkreuz heran. Das sah doch letztes Jahr noch ganz anders hier aus! Früher hatte ich doch Vorfahrt.

Wo muss ich denn nun hin? Au ja, das ist ja jetzt ganz leicht. Rauf aufs Gas und alle überholen und ... Mist, hier hätte ich ja nach rechts Richtung Pola abbiegen müssen. Ist aber egal, in Buje in Kroatien treffen sich die zwei Straßen wieder. Außerdem hat diese hier weniger Kurven, mehr Meerblick und noch mehr Touristenverkehr.

Auf der Schnellstraße geht es raus aus Koper bis sie auch schon wieder aufhört. Zuckel, zuckel, was für Kurven. Hoffentlich hat es nicht geregnet, denn Nässe macht diesen Asphalt spiegelglatt. Das sieht man an den beschädigten Begrenzungssteinen. Ob ich den Typ mit dem Boot überholen soll? Ist unnötig, denn der Camper vor ihm fährt wohl auch zum ersten Mal hierher.

Slowenien ist entlang der Adriaküste ein winziges Land, was die Containerbauten dort vorne belegen: die letzte Grenze wird nach einer halben Stunde, d.h. Nach 25 km, erreicht: das fünfte europäische Land auf dieser Reise. Wenigstens brauch ich nicht mehr wie früher fünf Währungen mitnehmen - mit dem € reist es sich wesentlich angenehmer als früher. Jetzt mach ich mal ganz unbeholfen auf Tourist, denn die Kroaten wollen immer wissen, was wir in den vielen Koffern mitschleppen und was wir zu verzollen haben. Manchmal klappt es ohne Kontrolle.

Geschafft. Die letzten 80 km stehen an, also noch etwa anderthalb bis zwei Stunden. Wenn es doch noch nicht schon so dunkel wäre. Das ist der Grund, weshalb ich doch nicht so gerne erst nachmittags aus München abhaue. Aber die Erfahrung zeigt, selbst wenn wir zwei Stunden früher abfahren, kommen wir hier auch erst gegen Abend an.

Und nun die Überraschung: kurz hinter der kroatischen Grenze, bei Plovanja, beginnt seit Mai 2005 die neue, ca. 60 km lange Schnellstraße B9. Im ADAC-Routenplaner ist sie noch nicht eingetragen. Das verkürzt die Strecke um eine Stunde und kostet 14 Kunen (2 €) Maut - zahlbar nach der Brücke über das Mirna-Tal.

Fast könnte die Wegbeschreibung hier aufhören, denn den Rest fährt man flott und problemlos. Nur für all diejenigen, die aus mangelnder Erfahrung noch nicht mitbekommen haben, dass diese Abkürzung endlich fertig ist, sei mit den folgenden zwei Absätzen die alte "Survival"-Tour beschrieben. Start ist Plovanja bei der Tankstelle. Für alle gewohnheitsmäßig Geradeausfahrenden: Gebiss festhalten und die von rechts kommende Vorfahrtsstraße ignorieren: Was sind das hier nur für Serpentinen; eng und steil und sooo viele. Das schlimmste Eck liegt bei Vižinada. Die Warnschilder sind nicht zu missachten, denn sonst landet man unsanft im Tal. Die nächste grausame Rechtskurve ist in der gleichen Geisterstadt, hinter den verfallenen Häusern! Durchatmen ist noch lange nicht möglich und meiner Frau wird es jedes Jahr an dieser Stelle speiübel.

Kaum anderthalb Stunden später kann man wieder den vierten Gang benutzen. Es kommt ein kleines Verkehrsschild zur Schnellstraße in Sicht. Obwohl, eigentlich können wir Richtung Rovinj alternativ auch geradeaus durch den Lim-Fjord fahren. Das ist kürzer und landschaftlich interessanter.

Aber wir sind auf der Schnellstraße und fahren über die Lim-Fjord-Brücke. Jedes Mal begeistert uns der klare Sternenhimmel und der Blick ist unvergesslich, vor allem, wenn der Vollmond scheint. Aber dafür habe ich keinen Nerv, denn 500 m nach der Brücke geht es rechts ab. An die neue Kreuzung auf dem "Istrianischen Ypsilon" habe ich mich noch immer nicht gewöhnt, denn früher hatte ich auch hier Vorfahrt. Gerade noch rechtzeitig gebremst und die anderen Touristen vorgelassen, die von Rijeka her kommen. Kaum 200 m weiter hört die B9 auf und am Stopschild geht's nach rechts zum Endspurt.

Letzter Ort auf unserer Tour: Rovinjsko Selo. Die einzige, mir bekannte Ampel auf Istrien zeigt rot. Dafür gönnen wir uns den lange ersehnten Blick auf Rovinj selber - also wir sollten die Silhouette erkennen, wenn nicht schon wieder Stromausfall wäre.

Nun sind wir auch schon fast angekommen. Gleich zu Ortsbeginn biegen wir links ab, Richtung Veštar. Waren diese Kurven eigentlich letztes Jahr auch so eng oder bin ich nach dieser Fahrt nur müde?

Im Kreisverkehr (soll dieses Denkmal in der Mitte eine Olive darstellen?) geht´s geradeaus, Richtung den Campingplätzen Villas Rubin und Polaris. Rechts, wohin all die anderen fahren, liegt die malerische Innenstadt. So, jetzt nur noch die Oleanderallee hoch, in die Straße nach dem Kindergarten rechts und wir sind da: Ulica Francesco Spongere Sowieso - den Namen kann ich mir nie merken.

Parken, Koffer raus, Schlüssel suchen, ausschlafen: URLAUB.

Übrigens dauerte das Erstellen dieser Routenbeschreibung länger, als die Fahrt selbst!

Und noch ein paar kleine, aktuelle und äußerst wichtige Details (Stand April 2006). Die Kugel Eis kostet jetzt 4 Kunen (etwas über 50 Cent). Das Geld in einer Bank zu wechseln bringt 2 % mehr an Kunen als in den privaten Wechselstuben - das war nicht immer so. Inzwischen ist um die Rovinjer Altstadt gebührenpflichtiges Parken angesagt, also ein Grund mehr um wieder zu radeln. Die Cocktails in der Zanzibar sind um Welten besser als diejenigen im Valentino, aber der nächtliche Blick auf das beleuchtete Meer macht das Valentino zum Muss.

Die Fahrt über Ljubljana ist ca. 50 km kürzer und sie dauert auch weniger. Sie ist aber 5 € teurer (Karawankentunnel: 6,50 € und 2 Mautstationen: auf der A2 Torovo: 1,70 € und auf der Südstrecke der A1 zwischen Zahod und Videž: 4,70 €). Den Aufpreis holt man sich wieder rein, indem man in Slowenien tankt! Es wird Zeit, dass die Slowenen eigene €´s drucken, denn die Tolars, die man als Wechselgeld bekommt, sprengen jeden Geldbeutel. Der neue Teil der slowenischen A1 ist toll geworden. Noch fehlt in Ljubljana die Westumgehung (der 5 km kurze Weg durch Lj. wäre einen eigenen langen Absatz wert und ich verrate nicht meine Tricks). Und an der A2 Richtung Villach wird auch noch gebaut, also ist dort auch noch für ca. 15 km zwischen Vrba und Podtabor die alte Hoppelpiste zu fahren. Bald sind auch diese Strecken durchgängig zu fahren. Aufpassen sollten Istrienurlauber bei der Anreise über Ljubljana nur im Süden: nicht die A1 verpassen, denn sonst geht´s über die (fast fertige) A2 weiter nach Zagreb und dann runter nach Dalmatien.

Übrigens empfiehlt Slowenien staugefährdeten Urlaubern einen Alternativweg nach Südistrien (Porec, Rovinj, Pula,...): von der A1 an der Ausfahrt Crni Kal Richtung Buzet (über den Grenzübergang Socerga). Eines Tages probiere ich das aus....

Außerdem hat sich unsere eMail-Adresse geändert: ich bin jetzt unter dwuck@gmx.de zu erreichen, allerdings ruf ich meine Mails nur alle Jubeljahre ab.


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